Was sind SCM-Systeme?

Zuletzt aktualisiert: 05.01.2022

Dem Supply Chain Management wird eine Vielzahl von Teilaufgaben zugerechnet. Diese befinden sich auf unterschiedlichen Ebenen mit unterschiedlichen Detaillierungsgraden. Gleichzeitig erstreckt sich der Zeithorizont von mehreren Jahren für die strategische Ebene bis hin zu Minuten in der Ausführungsebene.

Wie ist der Einsatz auf strategischer Ebene?

Gegenstand der strategischen Ebene ist die Gestaltung des gesamten Zuliefer-Abnehmer-Netzwerks gemäß der Supply-Chain-Strategie des Unternehmens. Dabei werden Erlös- und Kostenalternativen abgewogen sowie Investitionsentscheidungen – beispielsweise in Hinblick auf neue Produktionskapazitäten – getroffen.

Von erheblicher Bedeutung auf der strategischen Ebene sind Simulationsmöglichkeiten. Auf diese Weise können die Auswirkungen von strategischen Entscheidungen (z.B. welches Produkt soll in welchem Werk gefertigt werden) durchgespielt und bewertet werden.

Wie ist der Einsatz auf Planungsebene?

Die Planungsebene im Supply Chain Management umfasst zahlreiche lang- und mittelfristige Planungsaufgaben. Diese überlappen sich teilweise mit den Aufgaben von ERP-Systemen und benutzen verschiedentlich sogar dieselben Daten.

Typische Aufgabenbereiche sind:

  • Absatz- und Bedarfsplanung
  • Produktionsplanung
  • Distributionsplanung
  • Transportplanung
  • Verfügbarkeitsprüfung

Die eher längerfristige Supply-Chain-Planung wird dabei stärker durch SCM-Systeme unterstützt, während die kurzfristige Supply-Chain-Steuerung mehr durch ERP-Systeme genutzt wird.

Überlappung von SCM- und ERP-Systemen
Überlappung von SCM- und ERP-Systemen

Einer der Gründe für die Überschneidungen zwischen ERP- und SCM-Funktionalitäten ist, dass die ursprünglichen Lösungen für Aufgabenstellungen in der Produktionsplanung und -steuerung mit MRP-, MRP II – und ERP-Systemen teilweise, wenn auch nur unzureichend, abgebildet sind.

Wie ist der Einsatz auf Ausführungsebene?

In der Ausführungsebene wird die operative Abwicklung des Liefergeschehens abgewickelt; dies wird auch als SCE (Supply Chain Execution) bezeichnet. Hier werden Begriffe wie Auftragsabwicklung, Materialwirtschaft, Transportmanagement oder Produktionssteuerung u.dgl. verwendet.

Der wesentliche Unterschied zu den oft gleichnamigen ERP-Funktionen ist, dass im Supply Chain Management die unternehmensübergreifende Steuerung und Kontrolle im Vordergrund steht und Optimierungsverfahren zum Einsatz kommen.

Dennoch gibt es auch hier viele Überschneidungen mit der Produktionsplanung und -steuerung in ERP-Systemen. Gelegentlich werden sogar keine gesonderten SCM-Module für die Produktionssteuerung angeboten, sondern die entsprechenden Funktionen eines ERP-Systems verwendet.

Wie entstanden die SCM-Systeme?

Etwa seit den 1960er-Jahren nutzten Industrieunternehmen das sogenannte Material Requirements Planning (MRP). Bis zum Einsatz von MRP beschränkte sich die Produktionsplanung und -Steuerung im Wesentlichen auf verbrauchsorientierte Verfahren, d.h. zum Beispiel, dass beim Unterschreiten von Mindest-Lagerbeständen fixe Lose an Materialien geordert wurden.

MRP umfasst hingegen alle Aufgaben zur Ableitung des Materialbedarfs aus dem konkreten Primärbedarf. Auf Basis des vorgegebenen Produktionsprogramms ermittelt MRP durch Stücklistenauflösung den periodengenauen Nettobedarf bei gleichzeitiger Betrachtung der Bestände. So wird bei MRP die Kenntnis zukünftiger Bedarfe genutzt, um das Materialmanagement aktiv zu gestalten und nicht nur auf Bestandsunterschreitungen zu reagieren.

MRP berechnet also z.B., wie viele Reifen für die Produktion von 5000 Autos benötigt werden bei gleichzeitiger Beachtung eines Bestands von 720 vorhandenen Reifen. In der „Vor-MRP-Zeit“ wurden neue Reifen – vereinfacht formuliert – dann bestellt, wenn nicht mehr „ausreichende“ Mengen auf Lager waren. Diese Kernfunktion der Produktionsplanung und -Steuerung wurde in den folgenden Jahren um weitere vor- und nachgelagerte Funktionen ergänzt.

So wurde der Materialbedarfsplanung die Produktionsprogrammplanung (MPS = Master Production Scheduling) „vorgeschaltet“. MPS berechnet zunächst den Primärbedarf aus Vergangenheitswerten und Aufträgen, bevor dieser dann als Basis der Materialbedarfsplanung dient. MPS berechnet also z.B., wie viel Autos zu produzieren sind, wenn jedes Jahr die Zahl der zu produzierenden Autos um 10% stieg und die Produktion im vergangenen Jahr bei 4.500 lag.

Zugleich wurde die Planungskette auch um die „nachgeschaltete“ Kapazitätsplanung (CRP = Capacity Requirement Planning) und einige weitere Module erweitert. CRP berechnet z.B., wie viele Mitarbeiter und Maschinenstunden für die Produktion der oben genannten 5000 Autos benötigt werden.

Die einzelnen Planungsstufen werden bei dieser sukzessiven Planung nacheinander durchlaufen. Entsteht in einer Planungsstufe ein nicht realisierbarer Plan, wird die vorgelagerte Planungsstufe erneut durchlaufen. So ging schließlich aus MRP durch diese Ergänzungen und die Ergänzung weiterer Module (Geschäfts-, Absatzplanung) das umfassende MRP II hervor, das nun anders als MRP nicht nur Material, sondern alle Ressourcen betrachtete.

MRP-II-Ansätze sind heute in der Praxis weit verbreitet. Die „klassischen“ PPS-Systeme basieren zu großen Teilen auf MRP II und dies gilt in gleicher Weise auch für die funktional weiter gefassten ERP-Systeme. Trotz dieser weiten Verbreitung bzw. dieses umfassenden Erfolgs in der Praxis hat MRP II einige gravierende Mängel für das heute notwendige Management der Produktion.

PPS-Teilaufgaben vs. PPS-Konzepte bei SCM-Systemen
PPS-Teilaufgaben vs. PPS-Konzepte

Mit der Verfolgung des sukzessiven Planungsansatzes findet bei MRP-II-Systemen keine oder nur eine sehr schwache Rückkoppelung von nachgelagerten zu früheren Planungsstufen statt. MRP-II-Systeme schränken ferner die Berechnungskomplexität jeweils auf ein beherrschbares Maß ein (wöchentliche Planungszyklen, lange, „fixe“ Durchlaufzeiten). Sie verwenden wie MRP-Systeme eingeschränkte Partialmodelle (Stücklisten, Arbeitspläne). Stücklisten zeigen z.B. nur die zugrundeliegende Struktur der Produktion, ohne die erforderlichen Prozesse und Potentialfaktoren adäquat zu beschreiben. Prozesse werden nur mit durchschnittlichen oder fixen Durchlaufzeiten abgebildet.

Die Folge sind fehlerhafte Terminplanungen durch die Vernachlässigung der tatsächlichen Kapazitätssituationen und durch die Verwendung ungenauer Durchlaufzeiten. Arbeitspläne beschreiben in MRP-II die erforderlichen Prozesse und Potentialfaktoren für zumeist nur sehr lokale Fertigungsbereiche. Durch eine fehlende übergeordnete Sicht werden Verfügbarkeiten von Teilkomponenten (Material, Baugruppen) vor Ort ignoriert und Planungsergebnisse unbrauchbar.

Die Weiterentwickung von MRP-II erfolgte im Rahmen von Konzepten des Supply Chain Managements (SCM). Im Blickwinkel stehen heute nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern alle Geschäftsprozesse einer Lieferkette oder eines Netzwerks in einer zunehmend vernetzteren, dynamischeren Umwelt.

Zwischen den Unternehmen in einem Netzwerk können vielfältige Arten von Beziehungen bestehen. Es lassen sich Materialflussbeziehungen, Informations-beziehungen, finanzielle Beziehungen (z.B. Kapitalbeteiligungen), rechtliche Beziehungen (z.B. Jointventure), organisatorische Beziehungen (z.B. Weisungs-befugnisse), zeitliche Beziehungen (z.B. Just-in-Time) und räumliche Beziehungen (z.B. örtliche Nähe) unterscheiden. Zum Management dieser vielfältigen Netzwerk-beziehungen bedarf es einer informationstechnischen Integration und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmen zur Schaffung von „win-win-Situationen“.

Das SCM koordiniert alle Aktivitäten innerhalb der Lieferkette und formt einen ganzheitlichen, nahtlosen Ablaufprozess. Entgegen der isolierten Teilmodell-betrachtung von MRP II basieren SCM-Systeme auf einem ganzheitlichen Modellierungs- und Planungsansatz. Auf der Grundlage von hauptspeicherresidenten Modellen und leistungsfähigen Optimierungsalgorithmen werden Simultanplanungen ermöglicht, die parallel Material, Prozesse und Ressourcen – im Idealfall für die gesamte Lieferkette betrachten.

Advanced Planning Systems (APS) übernehmen als Kernfunktionalität im SCM die Aufgabe dieser umfassenden Optimierung. In APS stehen verschiedene Algorithmen zur Optimierung zur Verfügung. APS sind dabei oft eng an die zusätzlich bestehenden ERP-Systeme angebunden und beziehen aus ihnen die erforderlichen Daten.

Wie ist Konfigurationen entsprechend dem internationalem Standard?

Einstellungen werden in der 24765-2017 – ISO/IEC/IEEE wie im folgenden näher beschrieben. Sie legt als globale Norm Bezeichnungen für System- und Software-Engineering fest.

  • Anordnung eines Rechnersystems oder einer Einheit, die sich durch die Zahl, Weise und Kontakte seiner Elemente bestimmt.
  • die funktionalen und realen Merkmale von Computerkomponente oder Software, wie sie in der praktischen Bestandsaufnahme dokumentiert oder in einem Werk benutzt werden.
  • Anordnung von Einheiten oder Netzen, wie durch die Eigenart, Zahl und Haupteigentschaft seiner Funktionsgruppen festgelegt.
  • Leistungsanforderungen, Konzeption und Implementation, die eine feste Variante eines Verfahrens oder einer Verfahrenkomponente definieren.
  • Art und Weise, in der die Computerkomponenten und Software einer Informationsprogrammverarbeitung Maschine aufgebaut und untereinander verknüpft sind.
  • Anzahl von Objekten, die an Verbindungen kommunizieren können.

Wer mithin über Adaptierungen beziehungsweise Konfigurationsführung spricht, sollte sicherstellen, dass alle Gesprächspartner die gleiche Auffassung zu dem Ausdruck besitzen und teilen. Viele variable Opera wie bspw. Programme und Elemente, Dokumente wie Lastenhefte und Baukunstskizzen, Herausgabe Notes oder Changelogs, Testspezifikationen und Probedaten, Änderungsgesuche oder Quelltext fallen bei der Produkt- und Softwareentwicklungan.

Zusammengehörende Handlungsprodukte labelt und verwaltet die Konfigurationsführung als sogenannte Adaptierungen.

Was sind die grundlegenden Objekte des Software-Konfigurationsmanagements?

Projekt, Datei, Konfigurationseinheit, Baseline und Produkt sind grundlegende Objekte, die ein SCM-Hilfsmittel wiedergeben können muss.

Was wird als Projekt definiert?

Durch Start, Schluss und Volumen zeichnet ein Vorhaben sich aus. Dieser Bestandteil wird oft Teilkonzept, Veränderung, Change Order, Change Request, Task o. ä. bezeichnet, weil in der Realisierung weithin damit etwas Größeres angesprochen wird.

Die Tätigkeit wird damit gewöhnlich unhandlich, wenn versucht wird, mit lediglich einer Hierarchieebene auszukommen. Die Tools geben deshalb mehrere Schritte vor und die Tools lassen es zu diese unabhängig zu bestimmen, um eine Übertragung an andere Leute oder Gruppen sicherzustellen. Project-Task-Subtask sind typische Stufen.

Was wird als Datei definiert?

Das Dokument wird bei dem SCM gewöhnlich als Grundlageobjekt erachtet. Dies muss betreut werden. Für einen beschleunigten Produktionsprozess ist es oft erforderlich neben der leichten Versionsverwaltung, die Realisierung zu trennen und erneut zusammenzuführen.

In dem Bestandteil treten allerdings fernere Schwierigkeiten auf, die bei der Wahl des SCM-Werkzeuges nicht zwingend eingehalten werden müssen, anschließend allerdings zu Schwierigkeiten tragen können. Mit der Aufgabenstellung Namensänderung des Dokumentes beginnt es. Sie ist bei simplen Versionsverwaltungen oftmals nicht machbar.

Das Bewegen in ein anderes Dateiverzeichnis oder das Entfernen gehören ebenfalls zu dem Problemfeld. Dateiverzeichnisse sind verschiedenartig geschlossen, manchmal zudem vernachlässigt. Entweder nur sichtbar in der Darstellung auf die Dateistruktur oder faktisch auch als Objekte versioniert werden können letztere.

Wenn mehr als ein Betriebssystemtypus betreut werden muss, sorgt der Austausch zwischen der Versionsverwaltung und dem Dateiverfahren für zusätzliche Schwierigkeiten. Schwierigkeiten gibt es bei Klein- und Großschreibung beziehungsweise deren Auseinandersetzungen sowie Sondergattungen wie symbolische und harte Links, Devices, Pipes etc.

Weitere Themen, die berücksichtigt werden müssen, sind Zeichensätze für Pfade und Content, die einzeln dargestellt werden müssen, oder Timestamps. Weil die Betriebssysteme verschiedene Zeitstufen unterstützen, Windows zu dem Beispiel die Creation-Time, Unix dagegen nicht, müssten solche Sachen bearbeitet werden, entfallen allerdings bei den meisten Erzeugnissen.

Weil sie bei dem Speichen in die Dateistruktur zwei beliebige Realwerte akzeptieren kann, wird die Veränderungszeit allerdings öfter berücksichtigt. Die wahrheitsgemäße Zeit oder die Veränderungszeit vor dem Speichern. Welcher Timestamp ausgewählt werden muss, hängt von dem Build-System ab, das der Nutzer benutzt.

Was wird als Baseline definiert?

Weil sich in der Dokumentensammlung unzählige Ausgaben befinden, muss es einen Ablauf hergeben, der die zusammengehörigen Ausgaben außerdem kennzeichnet. Als Tagging oder Baselining beschrieben wird dies. Zahllos sind die wahrscheinlichen Alternativen. Sie führen zu der Ausarbeitung.

Eine View wird manchmal auf die Varianten mit Prinzipien erstellt und diese anschließend gekennzeichnet. Bestimmungen können abweichend außerdem dazu hinführen. Die brauchbarste Vorgehensweise, welche lediglich gelegentlich hinreichend unterstützt wird, ist das Change Management mittels Vorhaben, in denen Veränderungen von Vorgängen lediglich ausgeführt werden dürfen, wenn die Vorgänge solide sind.

Was wird als Produkt definiert?

Ein Erzeugnis ist Zielsetzung der Software-Umsetzung. Dies besteht gewöhnlich aus einem oder mehreren Programmen. Damit das SCM-Instrument für mehrere Programme benutzt werden kann ohne mehrmals eingerichtet zu werden, ist die Einteilung nach Werken erforderlich.

Die Unterteilung nach Erzeugnissen ist für die meisten tatsächlichen Planungen zu eindeutig. Wobei diese Rangfolge oft als Aufmacher für Zugriffsrechte dient, existieren deshalb vorwiegend Unterrubriken.

Was wird als SW-Konfigurationseinheit definiert?

Eine praktische ausgewählte, zu anderen SW-Konfigurationsgruppen abgegrenzte Komponente, meint Konfigurationsgruppe in diesem Kontext. Diese Konfigurationsgruppe steht in Verbindung zu einer freien Zusammenstellung anderer Konfigurationsgruppen aus Computerkomponente, Software, Infoware oder Serviceleistungen. Also nicht grundsätzlich an einen dezidierten Verwendungskontext und eine Netzwerkkonfiguration angebunden ist SW-Konfigurationsvorstand.

Was wird als weitere Objekte definiert?

Grundsätzlich immer sind, bedingt von der Philosophie des Werkzeugs, weitere Objekte vorhanden. Die Verbindungen der Gegenstände miteinander oder die Perspektive auf diese, besonders auf die Dokumente betreffen diese oft. Es kann sich um Hilfen für die Kommunikation mit erkannten Betriebssystemen drehen, Gruppenrechte, Vertretungen, ausgelagerte Schnittstellen etc.

Ungelöst ist die Problemstellung, wie Fassungsänderungen an Datenbanksystemen vorgenommen werden. Pragmatisches Vorgehen ist die Administration der SQL-Skripte, doch löst es nicht die Problemstellung, dass sowohl der Datenmodellunterschied zu dem Vorläufer als selbst der Aufbau bereitgehalten werden müssen.