Was ist ein Kontokorrentkredit?

Zuletzt aktualisiert: 07.10.2021

Der von einem Geldinstitut auf einem Sichtkonto begrenzt eingeräumte und betragsmäßig befristete Bankkredit zu dem Überbrückungsdraht von vorübergehenden Liquiditätsengstellen ist der Kontokorrentkredit. Er ist durch ankündigungslose Abrufbarkeit und jederzeitige unverzügliche Rückzahlbarkeit charakterisiert.

Welche Arten eines Kontokorrentkredit gibt es?

Der Dispokredit und der Folgelombardkredit ist häufigste Klasse bei Privatmännern. Der Kontokorrentkredit wird bei Firmen als sog.

Betriebsmittelkredit verwendet, um Liquiditätsengen beispielsweise zwischen Gehaltszahlungstermin und Absatzeingängen auszugleichen. Wenn bestimmte Firmen saisonale Herstellungsschwerpunkte und Umsatzschwerpunkte aufweisen, eignet er sich außerdem als Spielzeitenkredit.

Die Kostenschwerpunkte liegen da vorübergehend vor den Einnahmeterminen, müssen so dass die entstehenden Liquiditätsdefizite durch Sommersaisonkredite überwunden werden.

Zwischenkredite werden gehalten, wenn die Enddeckung sichergestellt ist, aber nicht in Forderung erhoben werden darf, weil deren Rückzahlungsvoraussetzungen derzeit nicht eingehalten sind. Keine abgesicherte Enddeckung weiteren besteht bei Vordeckungen, eingeht so dass dabei der Darlehensgeber ein stärkeres Ausfallrisiko.

Der Kontokorrentkredit ist international ungenannt. Ihm ähnelt die Revolving Credit Facility, bei der ein notariell vereinbarter Kreditrahmen mehrmals in Forderung gehalten werden kann, aber ein Habenseitesaldo nicht eintreten darf. Die Stand-by-Facility dient der reinen Liquiditätswahrung. Sie wird normalerweise im Normalfall nicht in Bedarf gehalten.