Was versteht man unter Interkulturelle Kompetenz?

Zuletzt aktualisiert: 20.07.2022

Interkulturelle Kompetenz gilt als die Voraussetzung für ein erfolgreiches Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Darüber hinaus hat die Internationalisierung der Unternehmen und der Märkte dazu geführt, dass Mitarbeiter und Manager nur noch für Auslandseinsätze und Aufenthalte in Frage kommen, wenn sie über interkulturelle Kompetenz verfügen. Und auch innerhalb der Unternehmen werden wichtige internationale Schnittstellen nur noch mit Personen besetzt, die das Rüstzeug für einen erfolgreichen Umgang mit Menschen anderer Kulturen besitzen.

Interkulturelle Begegnungen zielführend und für beide Seiten zufriedenstellend zu gestalten, bedarf vielschichtiger Voraussetzungen. Das Erlernen der jeweiligen Fremdsprache, sich über Land und Leute, Sitten und Brauchtum, Geschichte und Politik, Geografie und Klima zu informieren, reicht nicht mehr aus.

Heute benötigen wir Menschen im internationalen Umgang, die sich auf ihre Gesprächspartner einstellen können und dafür die geistigen, interaktiven und kommunikativen Fähigkeiten mitbringen oder diese sich aneignen.

Wichtig ist es, die Kommunikations- und Verhaltensregeln des Gegenübers zu kennen und das eigene Verhalten teilweise darauf abzustimmen, nicht aber sich dem anderen vollständig anzupassen.

Was ist Definition von Interkulturelle Kompetenz?

Interkulturelle Kompetenz ermöglicht es, kulturbedingte Unterschiede in der eigenen Handlungsplanung angemessen zu berücksichtigen und dadurch Interaktionssituationen im interkulturellen Umfeld bewusst zu interpretieren und zu gestalten.

Neben einer kognitiven Komponente in Form von Wissensaspekten setzt interkulturelle Kompetenz eine affektive Komponente in Form von Einstellungsaspekten voraus, um die bewusste Verhaltenssensibilisierung im Sinne einer Handlungskompetenz umsetzen zu können. Ziel ist es, effektiv mit Menschen einer anderen Kultur zu interagieren und somit Probleme und Konflikte, die aus kulturellen Unterschieden resultieren, zu bewältigen bzw. von vornherein vermeiden zu können.

Was ist die Definition von Interkulturalität?

Unter Interkulturalität versteht man das Aufeinandertreffen von zwei oder mehr Kulturen, bei dem es trotz kultureller Unterschiede zur gegenseitigen Beeinflussung kommt.

Auf der Metaebene hingegen handelt es sich um ein dynamisches und Disziplinen übergreifendes Konzept, das sich auf eine Erschließung von Bedingungen, Möglichkeiten und Folgen einer Interaktion zwischen Kulturen richtet, einschließlich ihrer Wahrnehmung.

Anders gesagt, in einer kulturellen Überschneidungssituation, beispielsweise in einem Gespräch, treffen „Eigenkultur“ und „Fremdkultur“ aufeinander. Es entsteht dann das Interkulturelle. Unterschiedliche Kulturen sind also nicht so stark voneinander getrennt, dass ein Austausch unmöglich wäre. Es gibt grundlegende Gemeinsamkeiten zwischen allen Menschen.

Was sind die Teilkompetenzen der Interkulturelle Kompetenz?

Interkulturelle Kompetenz ist als Zusammenwirken von Teilkompetenzen zu bezeichnen. Als eine der Teilkompetenzen wird die Ambiguitätstoleranz genannt.

Das Wort Ambiguität leitet sich vom lateinischen ambiguitas ab, was Mehrdeutigkeit oder Doppelsinn bedeutet. Vereinfacht bezeichnet Ambiguitätstoleranz die Fähigkeit, Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis zu nehmen und ertragen zu können.

Der persönliche Umgang mit Ambiguitäten ist an sich eine entscheidende Komponente in zwischenmenschlichen Interaktionen und gewinnt noch an Bedeutung in interkulturellen Situationen, wenn Menschen mit verschiedenen kulturell gewachsenen Orientierungssystemen zusammentreffen. 

Im transkulturellen Kontext verstehen wir unter Ambiguitätstoleranz das Aushalten von Widersprüchlichkeiten, welche durch kulturell bedingte Unterschiede auftreten. Wesentlich ist, dass man entstehende Unsicherheiten zulässt, sich immer wieder auf fremde Situationen einlässt und diese Erfahrungen reflektiert.

Menschen mit hoher Ambiguitätstoleranz behalten auch in neuen, unstrukturierten und schwer kontrollierbaren Situationen die Ruhe und bleiben dadurch handlungsfähig. Sie sind fähig, „Abweichungen von gewohnter Normalität oder unerwartete Reaktionen und Handlungen zu akzeptieren, statt als Bedrohung zu empfinden“.

Was beinhaltet der Teilaspekt Dissensbewusstsein?

Ein weiterer Teilaspekt ist das Dissensbewusstsein. Das Wort Dissens stammt vom Lateinischen dissensus (Uneinigkeit) ab und bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine Meinungsverschiedenheit in Bezug auf bestimmte Fragen und Themen.

Ein voreiliger herbeigeführter Konsens wirkt langfristig negativ, weil er kulturelle Unterschiede nicht beseitigt. Unterschiedliche Positionen und Standpunkte bewusst zu halten, ist dementsprechend wichtig, um eine Akzeptanz aller Beteiligten herbeiführen zu können.

Was beinhaltet die Teilkomponente Empathie?

Die Teilkomponente Empathie wird folgendermaßen beschrieben. Der Begriff orientierte sich am griechischen Wort „empatheia“ = Leidenschaft („en“ = ein und „pathos“ = Gefühl).

Empathie bezeichnet zum einen die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen zu erkennen und zum anderen die eigene Reaktion auf die Gefühle.

Sie ist die Fähigkeit, sich in verschiedene Rollen, Denkmuster, Standpunkte und Aufgaben hineinzudenken und einen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Sie ermöglicht, sich in die Denk- und Erlebniswelt anderer Menschen einzufühlen, Situationen mit anderen Augen zu sehen und so deren Beweggründe und Motive zu verstehen. 

Was beinhaltet die Teilkomponente Flexibilität?

Als Teilkomponente Flexibilität bezeichnet man allgemein die Fähigkeit und die Bereitschaft von Organisationen oder Individuen, Neues zu lernen und seine eigenen Denk- und Verhaltensschemata zu korrigieren, sich an innere oder äußere Änderungen oder ungewohnte Situationen rasch anpassen zu können.

Was beinhaltet der Teilaspekt Fremdsprachenkenntnis?

Der Sprachwissenschaftler Samuel Huntington ist der Meinung, dass Sprache zusammen mit der Religion das wichtigste Kriterium bildet, um Menschen verschiedener Kulturen zu unterscheiden.

Sprache und Kultur sind in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. Dabei ist Sprache ein bedeutender Indikator, um Kultur zu messen und wesentlicher Bestandteil von Kultur selbst. Das bedeutet folglich, dass Kultur auch Sprache impliziert.

Sprache kann ebenso zur Identitätsfindung dienen, denn sie schafft eine Sprachnation, die das Wertesystem einer menschlichen Gemeinschaft widerspiegelt, Schlüsse auf die besonderen Lebensverhältnisse des Individuums zulässt und auch das vorherrschende gemeinschaftliche Weltbild mitbestimmt. Die Sprache symbolisiert und „transportiert“ Kultur, so beispielsweise auch das Selbstverständnis der jeweiligen Kultur-Angehörigen.

Untersucht man Sprache genau, werden kulturspezifische Kommunikationsformen – Sprachgenres – sichtbar. Wir sprechen nicht einfach nur eine Sprache, verbunden mit der Sprachvariante (z. B. Englisch, indisches Englisch, Hochdeutsch, Bayerisch, etc.), dazu gehören auch bestimmte Sprechweisen, Kommunikationsmuster oder auch Humor. Aber auch die politische Heimat und die Machtdifferenz zwischen Völkern bringen wir mit der Sprache zum Ausdruck, nämlich immer dann, wenn eine „Kolonialsprache“ wie Englisch verwendet wird.

Sprachstruktur und -elemente, also Grammatik und Wortschatz, reflektieren das, was die Angehörigen einer Kultur als wichtig empfinden. Sprache kann folglich kein neutrales Medium sein. Aus der Kontingenz (Auftreten zweier Ereignisse gleichzeitig) der Sprache folgt auch, dass Wörter nicht immer vollkommen äquivalent in eine andere Sprache übersetzt werden können. Das bedeutet für den Sprachengebrauch im Arbeitsalltag, dass man sich der Bedeutungsunterschiede bewusst sein sollte.

Was beinhaltet der Aspekt Kommunikationssteuerung?

Der Aspekt Kommunikationssteuerung beschreibt die Fähigkeit, Kommunikationsschwierigkeiten durch aktive Steuerung vorzubeugen und sie zu beheben, beispielsweise durch Erfragen von Hinweisen in Bezug auf angemessene Vorgehensweisen, aktive Suche nach Feedback und die Zusammenfassung der Beiträge der Beteiligten im Gespräch. Kommunikationssteuerung bezeichnet auch die Fähigkeit eine Moderator- oder Mittlerrolle auszuüben.

Was beinhaltet die Teilkomponente Kulturwissen?

Als Teilkomponente Kulturwissen bezeichnet man das Wissen über die Denk- und Verhaltensweisen fremder Kulturen auf der Basis von Werten und Normen und auch die Kenntnis über Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vergleich zur eigenen Kultur. 

Was beinhaltet die Teilkomponente Unvoreingenommenheit und interkulturelle Lernbereitschaft?

Des Weiteren wird Unvoreingenommenheit und interkulturelle Lernbereitschaft als Teilkomponente genannt. Hierunter versteht man die Bereitschaft, sich der fremden Kultur gegenüber aufgeschlossen und interessiert zu zeigen. Ebenso sollte man bereit sein, nicht vertrauten Denk- und Verhaltensweisen vorurteilsfrei zu begegnen. Interkulturelle Situationen werden als Lernsituation und nicht als Bedrohung oder notwendiges Übel betrachtet.

Und auch Polyzentrismus gehört zu den Teilaspekten. Er umschreibt eine offene Haltung gegenüber anderen Kulturen, Ansichten und Lebensweisen. Andere Kulturen werden als einzigartig und eigenständig erkannt und die eigenen kulturellen Werte werden mit kritischem Blick überdacht.

Was beinhaltet die Komponente Synergiebewusstsein?

Die Komponente Synergiebewusstsein beschreibt die Bereitschaft, an bestehenden Strukturen nicht festhalten zu wollen, sondern prozessorientiert zu handeln und die Entstehung von qualitativ Neuem, das weder für die eine noch andere Kultur „typisch“ ist, zu fördern. Sie setzt Flexibilität voraus.

Was beinhaltet die Komponente Toleranz?

Eine weitere wichtige Komponente ist die Toleranz. Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“) entlehnt. Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein „Geltenlassen“ und „Gewährenlassen“ fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen. 

Was beinhaltet der Aspekt Zielorientierung?

Als letzter Aspekt sei die Zielorientierung aufgeführt, als die Fähigkeit, unter erschwerten Bedingungen auf die Erreichung der gestellten Aufgaben hinzuarbeiten. Zielorientierung ist damit ein überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal, das die gedankliche und verhaltensbezogene Ausrichtung auf ein Ziel hin umfasst.

Bei näherer Betrachtung der aufgeführten Teilkompetenzen wird deutlich, dass allein das Wissen um, sowie die Sensibilität und das Verständnis für andere Verhaltensweisen und Denkmuster alleine nicht ausreicht.

Hinzukommen muss das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, den eigenen Standpunkt transparent zu vermitteln und von den anderen verstanden und respektiert zu werden. Es ist notwendig, die Souveränität der ausländischen Partner anzuerkennen und zu respektieren, in der Lage zu sein, Unvereinbarkeiten zu erkennen sowie zu thematisieren, seine eigene Position zu erklären und die fremde zu verstehen.

Was sind die Meta-Kompetenzen für die interkulturelle Zusammenarbeit?

Nach Christoph Koch sind „Metakompetenzen als Basis grundlegend für die Bildung der weiteren Kompetenzen. Von dem Vorhandensein der Metakompetenzen hängt es ab, wie stark die einzelnen Kompetenzen der jeweiligen Person genutzt oder weitergebildet werden können. Sie sind also übergeordnete Kompetenzen, die die auf ihnen aufbauenden Grundkompetenzen beeinflussen.“

Was sind einzelne Teilkompetenzen: Wissen – Emotionen – Verhalten

Die nachfolgende Abbildung stellt eine mögliche Einordnung der einzelnen Teilkomponenten interkultureller Kompetenz in den übergreifenden Kreislauf aus kognitiven, affektiven und verhaltensorientierten Komponenten dar. Je größer die Kenntnisse und das Wissen über eine Kultur sind, umso mehr kann man mit einer gesteigerten Bewusstheit und einer erhöhten Sensibilität für die Eigenheiten und Besonderheiten dieser Kultur rechnen. Der Schritt hin zu einer positiven Veränderung der persönlichen Einstellung gegenüber dem bisher Fremden fällt leichter und ist wahrscheinlicher.

Zusammenwirken der Teilkompetenzen
Zusammenwirken der Teilkompetenzen (Darstellung nach Böhm, Ursina) 

Um situativ angemessen reagieren zu können, ist es notwendig, die relevanten Umweltfaktoren wahrzunehmen und korrekt zu interpretieren. Dies bedeutet, dass interkulturelle Handlungskompetenz ein großes Maß an Aufmerksamkeit, Sensibilität und Wissen erfordert. 

Für die Zusammenarbeit innerhalb und auch zwischen Unternehmen kann interkulturelle Kompetenz dazu beitragen, Anlaufschwierigkeiten, Einarbeitungszeiten, Missverständnisse und Fehler in der interkulturellen Zusammenarbeit zu reduzieren.

Damit leistet sie einen wesentlichen Anteil zur Sicherung und Verbesserung der weltweiten Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens. 

Da Kultur nicht angeboren, sondern erlernt ist, kann interkulturelle Kompetenz auch gelehrt und trainiert werden. Maßnahmen zur Entwicklung interkultureller Kompetenz sollten daher zu einem regelmäßigen Bestandteil von innerbetrieblichen Fortbildungsmaßnahmen sein.

Was sind die einzelnen Phasen des Umgangs mit Unterschieden?

n der Zusammenarbeit in interkulturellen Teams gibt es mehrere Möglichkeiten, wie einzelne Teammitglieder mit kulturellen Unterschieden umgehen. Sieht man von einer Totalverweigerung ab, so gibt es mehrere Phasen, die im Folgenden vorgestellt werden.

Was beinhaltet die Phase Verleugnung?

Die erste Phase ist die Verleugnung. Die existierenden Kulturunterschiede werden einfach verleugnet und bestenfalls nur die Gemeinsamkeiten gesehen.

Ausdrücken kann sich dies beispielsweise durch eine freiwillige räumliche Trennung der Teammitglieder. Es wird nebeneinander gearbeitet, aber eine Kooperation findet nicht statt, es ist hier nicht möglich die komplementären Stärken der einzelnen Mitglieder konstruktiv zu nutzen.

Für eine Führungskraft bedeutet dieses Verhalten, sie muss die Unterschiedlichkeiten durch geeignete Maßnahmen in die Wahrnehmung der Einzelnen rücken. Sogenannte beschreibende Teamanalysen können hierbei eingesetzt werden. Meist erzeugt man im ersten Schritt bei den Mitarbeitern dadurch eine Abwehrhaltung.

Was beinhaltet die Phase Abwehrhaltung?

Als zweite Phase schießt sich die Abwehrhaltung an. Vielfach wird die andere Kultur in dieser Phase als Bedrohung angesehen und auch erlebt. Als Abwehrmechanismus sieht man oft die negative Darstellung der fremden Kultur und das aktive positive Hervorheben der eigenen Kultur.

Als Führungskraft kann man diesem entgegen wirken, indem man die Gemeinsamkeiten in den Kulturen verdeutlicht, natürlich zuallererst die positiv besetzten.

Was beinhaltet die Phase Minimierung?

In der dritten Phase findet eine Minimierung statt. Wer die Unterschiede versucht klein zu reden, der ist über die Phase der Abwehr hinweg. Oft versuchen jetzt Mitarbeiter die Unterschiede unter den Teppich der kulturellen Gemeinsamkeiten zu kehren. Alle Unterschiede erscheinen plötzlich unwichtig.

Möchte man als Führungskraft die Mitarbeiter jetzt weiter für die kulturellen Unterschiede sensibilisieren, gilt es einen Paradigmenwechsel zu vollziehen. Dabei muss die eigene Kultur real wahrgenommen und nicht als universell gültig angesehen werden. Dann werden die Verhaltensweisen in Bezug  und Vergleich zu anderen Kulturen gesetzt. Wichtig ist dabei, dass die Führungskraft beachtet, dass es um die Unterschiede geht, nicht um deren Bewertung.

Idealerweise findet in dieser Phase eine konkrete Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Kulturen statt und der konstruktive Umgang kann geübt werden.

Was beinhaltet die Phase Akzeptanz?

In der vierten Phase baut sich die Akzeptanz auf. In dieser Phase angekommen, akzeptieren und respektieren die Mitglieder im Team die kulturellen Unterschiede. Im besten Fall werden sie als notwendig und gewinnbringend angesehen.

Dies hat positive Auswirkungen auf Verhaltensweisen. wie zum Beispiel Kommunikationsstile und Begrüßungsrituale, und das neue Verhalten kann bewusst im Arbeitsumfeld praktiziert werden.

Was beinhaltet die Phase Adaption?

Die fünfte Phase ist gekennzeichnet durch die Adaption. Jetzt wird die Akzeptanz noch ergänzt um die Einsicht, neue Fertigkeiten zu erlernen und dadurch den eigenen Standpunkt zu verändern oder seine Sicht zu erweitern. Diese zusätzlichen Fertigkeiten werden in einem kulturellen Kontext erworben und beinhalten oft die Bildung weiterer gemeinsamer Kommunikationsmittel. Von nun an ist man in der Lage Empathie für ein Mitglied einer anderen Kultur zu empfinden.

Für ein interkulturelles Projektteam bedeutet dies, dass ab jetzt die Zusammenarbeit konstruktiv und positiv verlaufen kann.

Was beinhaltet die Phase Integration?

In der letzten Phase beginnt die Integration. Dies ist die am weitesten entwickelte Phase im Umgang mit Kulturunterschieden. Dem Teammitglied stehen alle Verhaltensweisen zur Verfügung, die der multikulturelle Hintergrund des Teams bereitstellt. Jetzt können sowohl die ursprünglichen eigenen, wie auch die neuen fremden Muster eingesetzt werden, um in einer Situation mit kulturellem Kontext angemessen reagieren zu können. 

Für die interkulturelle Teamarbeit ist es wichtig, zumindest die Phase der Akzeptanz zu erreichen, damit mit konstruktiven Ergebnissen gerechnet werden kann.