Was bedeutet Distributionspolitik?

Zuletzt aktualisiert: 07.10.2022

Die Distributionspolitik umfasst zwei Kernbereiche:

  • die akquisitorische Distribution und 
  • die physische Distribution.

In der akquisitorischen Distribution geht es um die an der Vertriebsleistung beteiligten Institutionen und deren Aufgaben z.B. Anbahnung des Verkaufsabschlusses, After Sales Services und wie können Geschäftsmittler zum höheren Abverkauf zwecks Erreichung der Marketing-Ziele motiviert werden. In der physischen Distribution sind die kompletten Logistikbewegungen enthalten.

Interne und externe Faktoren in der Distributionspolitik
Interne und externe Faktoren in der Distributionspolitik

In der internationalen Distributionspolitik gestalten sich die Aufgaben und auch die Rahmen-bedingungen anders, da die wesentlichen Absatzkanäle und der Marketing-Logistik-Teil grenzüberschreitend gestaltet wird. Dies steigert die Komplexität in diesem Bereich aufgrund des internationalen Kontextes, der räumlichen Trennung, der rechtlichen Unterschiede je Ländermarkt und der Schwierigkeit der engen Kontroll- und Führungsmöglichkeiten auf Seiten des Unternehmens enorm.

Unterschiede in der nationalen und internationalen Distribution:

Beispiel ist hier der Distributionsgrad. In Deutschland kann ein flächendeckender Distributionsgrad durch ein enges Netzwerk, ein koordinierbares Partnernetzwerk, Handelsvertreter etc. aufgebaut werden. Die gleiche Rechts- und Gesetzeslage stellt keine Besonderheiten dar, die Sprache ist gleich, lediglich die regionalen Zielgruppenwünsche variieren.

International gesehen kann gerade in Märkten mit kurzzeitigen Konsumgütern eine flächendeckende Verteilung DER Erfolgsfaktor sein. In Frankreich beispielsweise wird bei kurzzeitigen Konsumgütern mit nur 5 Handelspartnern eine Marktabdeckung von ca. 70 % erreicht.